Old Tom Gin

Vom Genever zum Old Tom Gin. Eine süße Variante des Gins, die sich perfekt zum Mischen von Longdrinks eignet!

Gin fand seinen Ursprung im Jahre 1650 unter der Bezeichnung Genever in den Niederlanden. Der Old Tom Gin stammt aus England. Gin ist wie Genever auch ein Wacholderschnaps. Der Old Tom Gin unterscheidet sich jedoch von klassischen Gin-Sorten. Der Old Tom Gin ist eine leicht gesüßte Spirituose, die sich vor allem im 18. und 19. Jahrhundert größter Beliebtheit erfreute. Er wurde und wird bis heute noch zum Mixen von Longdrinks, wie den Tom  Collins, und für verschiedene Cocktails verwendet. Old Tom Gin ist zwischen dem Genever und London Dry Gin anzusiedeln. Lange Zeit geriet diese besondere Spirituose in den Hintergrund und man bevorzugte herbere Gins. Old Tom Gin ist süßer und leicht fruchtig, weshalb er gerne für Mixgetränke verwendet wird. Heute entdecken immer mehr Kenner und Genießer diese Gin-Variante für sich neu.

Entdecken Sie die Welt des Old Tom Gins

In der faszinierenden Welt des Gins nimmt der Old Tom Gin eine besondere Stellung ein. Seine reiche Geschichte, die von geheimnisvollen Ursprüngen und traditionellen Herstellungsverfahren geprägt ist, bis hin zu seiner Rolle in klassischen und modernen Cocktails, macht ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil jeder Spirituosensammlung. Ob Sie ein Kenner sind, der die Nuancen verschiedener Gin-Sorten schätzt, oder ein Neuling auf der Suche nach dem perfekten Gin für Ihren nächsten Cocktailabend – Old Tom Gin bietet eine einzigartige Geschmacksvielfalt, die Ihre Sinne begeistern wird. Hier werden alle Ihre Fragen beantwortet.

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Was ist Old Tom Gin und wie unterscheidet er sich von anderen Gin-Sorten?

Old Tom Gin ist eine historische Gin-Kategorie, die für ihren charakteristisch süßeren Geschmack bekannt ist. Diese Süße unterscheidet Old Tom Gin deutlich von anderen Gin-Sorten wie dem trockeneren London Dry Gin oder dem etwas milder aromatisierten Plymouth Gin. Old Tom Gin diente als Brücke zwischen dem früheren, oft rau schmeckenden Genever und dem modernen, trockeneren London Dry Gin. Diese Gin-Sorte wird oft als der "fehlende Link" in der Entwicklung des Gins beschrieben. Der süßere Geschmack resultiert teilweise aus der Zugabe von Zucker oder Süßungsmitteln nach der Destillation, was bei der Herstellung von London Dry Gin nicht zulässig ist. Dieser Unterschied in der Süße beeinflusst sowohl das Geschmackserlebnis beim pur Trinken als auch die Verwendung in Cocktails.

Warum wird Old Tom Gin "Old Tom" genannt? Gibt es eine Geschichte hinter dem Namen?

Der Name "Old Tom Gin" geht auf das 18. Jahrhundert in England zurück und ist mit mehreren Legenden verbunden. Eine populäre Geschichte erzählt von einem Londoner Brenner, der eine Holztafel in Form einer schwarzen Katze ("Old Tom") an der Außenseite seiner Destillerie anbrachte. Kunden, die Gin kaufen wollten, warfen Münzen in einen Schlitz in der Tafel und erhielten dafür eine Portion Gin aus einem verborgenen Rohr, das aus dem Maul der Katze floss. Diese frühe Form des Automatenverkaufs half, die strengen Gin-Gesetze der Zeit zu umgehen. Der Name "Old Tom" wurde somit synonym mit dieser süßeren Gin-Art, obwohl die genaue Herkunft des Namens in den Nebeln der Geschichte verloren gegangen ist. Einige Theorien deuten darauf hin, dass der Name auch von berühmten Brennmeistern oder Kneipen abgeleitet sein könnte, die für ihren Gin bekannt waren.

Wie wurde Old Tom Gin traditionell hergestellt, und hat sich die Herstellungsmethode im Laufe der Zeit verändert?

Traditionell wurde Old Tom Gin durch eine pot-still-Methode destilliert, bei der Botanicals wie Wacholder, Koriander, Zitrusfrüchte und andere Kräuter und Gewürze dem neutralen Alkohol hinzugefügt wurden. Nach der Destillation wurde dem Gin Zucker oder ein anderes Süßungsmittel zugesetzt, um ihm seine charakteristische Süße zu verleihen. Im Laufe der Zeit haben sich die Herstellungsmethoden verändert und modernisiert, wobei viele Brenner nun auf eine präzisere Steuerung der Aromen und auf natürliche Zutaten Wert legen. Moderne Versionen von Old Tom Gin können durch eine Kombination aus traditionellen und innovativen Techniken hergestellt werden, wobei manche Brenner sogar Fässer für die Lagerung verwenden, um dem Gin zusätzliche Geschmacksdimensionen zu verleihen. Trotz dieser Entwicklungen bleibt die charakteristische Süße das Markenzeichen von Old Tom Gin.

Wie schmeckt Old Tom Gin im Vergleich zu London Dry Gin oder Plymouth Gin?

Old Tom Gin ist bekannt für seinen süßeren Geschmack, der durch die Zugabe von Zucker oder anderen Süßungsmitteln nach der Destillation entsteht. Diese Süße hebt ihn deutlich von London Dry Gin ab, der für seinen trockenen, kräftigen Wacholdergeschmack bekannt ist, ohne dass Zucker hinzugefügt wird. Im Vergleich zu Plymouth Gin, der ebenfalls eine geschützte geografische Angabe besitzt und sich durch einen weichen und ausgewogenen Geschmack auszeichnet, bietet Old Tom Gin eine süßere und oft als "voller" oder "rundlicher" beschriebene Geschmackserfahrung. Diese Geschmacksprofile machen Old Tom Gin besonders vielseitig in der Cocktailherstellung, wo er traditionellen Rezepten eine zusätzliche Geschmacksebene verleiht, ohne dabei überwältigend zu wirken.

Für welche Arten von Cocktails eignet sich Old Tom Gin besonders gut, und warum?

Old Tom Gin eignet sich hervorragend für eine breite Palette von Cocktails, besonders für solche, die eine gewisse Süße oder einen vollen, runden Geschmack erfordern. Seine charakteristische Süße und aromatische Komplexität machen ihn ideal für klassische Cocktails wie den Martinez, der als Vorläufer des modernen Martinis gilt, und den Tom Collins, einen erfrischenden Mix aus Gin, Zitronensaft, Zucker und Sodawasser. Auch in Rezepten für den Negroni oder den Old Fashioned kann Old Tom Gin verwendet werden, um eine interessante Variante zu traditionellen Versionen dieser Cocktails zu bieten. Seine Vielseitigkeit ermöglicht es Bartendern und Enthusiasten, mit verschiedenen Geschmacksprofilen zu experimentieren und Old Tom Gin in modernen Cocktailkreationen neu zu interpretieren.

Kann man Old Tom Gin pur trinken, und wenn ja, wie unterscheidet sich das Geschmackserlebnis von anderen Gin-Sorten?

Old Tom Gin kann definitiv pur genossen werden, und viele schätzen ihn für sein reichhaltiges, nuanciertes Geschmackserlebnis, das sich von anderen Gin-Sorten unterscheidet. Seine Süße, gepaart mit der Komplexität der Botanicals, bietet ein weicheres, abgerundeteres Trinkerlebnis im Vergleich zum schärferen, trockeneren Profil eines London Dry Gin. Im Gegensatz zu dem milder aromatisierten Plymouth Gin oder dem kräuterlastigen Genever bietet Old Tom Gin eine ausgewogene Mischung aus Süße und Würze, die den Gaumen anspricht. Das Trinken von Old Tom Gin pur oder auf Eis betont seine einzigartigen Aromen und lässt die subtilen Unterschiede zu anderen Gin-Sorten hervortreten.

Was sind die typischen Botanicals oder Zutaten, die in Old Tom Gin verwendet werden?

Old Tom Gin verwendet eine Vielzahl von Botanicals, die ähnlich denen sind, die auch in anderen Gin-Sorten zu finden sind, jedoch mit einem Fokus auf ein süßeres, runderes Geschmacksprofil. Wacholderbeeren sind auch hier das Herzstück, begleitet von Botanicals wie Koriandersamen, Angelikawurzel, Zitrusfrüchten (oft Zitronen- und Orangenschalen), Lakritze, Zimt und manchmal auch exotischeren Zutaten wie Mandeln, Cassia-Rinde oder Orangenblüten. Die spezifische Kombination und die Proportionen der Botanicals variieren von Marke zu Marke, wodurch jeder Old Tom Gin sein einzigartiges Aroma und Geschmacksprofil erhält. Die Zugabe von Zucker oder einem ähnlichen Süßungsmittel nach der Destillation verstärkt die natürlichen Aromen der Botanicals und trägt zur charakteristischen Süße bei.