Spirituosen Trends 2018: Gin, Whisky, Rum, Wodka, Korn und Likör – welche Trends erwarten uns 2018?

Spirituosen – Trends 2018 – wir wissen wie sich der Markt für Gin, Whisky, Wodka, Rum, Korn und Likör in 2018 entwickeln wird. Wir kennen die neuen alkoholischen Trendgetränke und wir sagen Ihnen, was der nächste große Spirituosen-Hype für Drinks in die trendigen Bars von Berlin und München zaubern wird. Mit der gleichen Präzision können wir den Bitcoin-Kurs zum Jahresende 2018 vorhersagen.

Ja, dieser Beitrag ist höchst spekulativ und natürlich darf man nichts davon für bare Münze nehmen. Diese Spirituosen-Vorhersage für das Jahr 2018 ist wie ein Blick durch den Sprung einer Glaskugel, wie blauer Dunst unter der Abzugshaube. Wir sind keine Trendforscher - aber gerne trendy. Wir sind keine Spekulanten - lieben aber Spekulatius. Wir sind keine ausgezeichneten Barprofis - aber gezeichnet von den Bars die wir besuchten. Wir sind einfach nur nüchterne Spirituosenhändler und zumindest gehen die Flaschen der Republik einmal durch unsere Hände.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Trend-Spirituose?

Auf diese Frage darf man keine fundierte Antwort erwarten. Die Trendforschung selbst ist eine Populärwissenschaft, manchmal sogar ein Marketinginstrument. Im Idealfall gibt der Trendforscher die Steilvorlage für eine sich selbsterfüllende Prophezeiung (self-fulfilling prophecy). Schon Ägypter und Griechen, Azteken und Phönizier nahmen den Rat der Orakel und Hohepriester nur allzu gerne an. Heute erfreuen sich Horoskope, Kartenlegen und Online-Orakel großer Beliebtheit. Und wer das okkultische für nicht mehr zeitgemäß hält, der verlässt sich auf die Aussagen eines Trendforschers oder eines ausgezeichneten Experten. Wer soll es schließlich sonst wissen?

Trends sind zwar beobachtbar aber nur schwer messbar. Ein Trend ist natürlich immer auch eine Veränderung. Es gibt die bekannten strategischen Spirituosen-Marken, deren Bedeutung über Jahre und Jahrzehnte gewachsen ist. Auch sie unterliegen Schwankungen, wenn der Sommer trocken und heiß oder Fußballweltmeisterschaft ist. Überschaubare Schwankungen im Absatz von strategischen Spirituosen-Marken machen daraus noch kein Trendgetränk. Die Entwicklung einer Trend-Spirituose sollte sich folglich nicht auf einen exogenen Faktor zurückführen lassen. Vielmehr muss die positive oder negative Entwicklung nachhaltig und substantiell sein.

Eine Trend-Spirituose ist aus unserer Sicht ein Getränk, dessen Entwicklung die Konsumgewohnheiten der Verbraucher über einen Zeitraum von mehreren Jahren spürbar verändert.

Was sind die Mega-Trends im Spirituosen-Markt?

Wie die meisten Konsumgüter sind auch Spirituosen von gesellschaftlichen Mega-Trends abhängig. Soziale und rechtliche Einflüsse, historische und politische Entwicklungen verändern auch den Konsum von Spirituosen. Mega-Trends sind übergeordnete Entwicklungen, die sich über Jahrzehnte nachzeichnen lassen. Ein Mega-Trend lässt sich nicht von Jahr zu Jahr messen und er kann sich unversehens auch umkehren. Die Wende eines Mega-Trends ist aber erst einige Jahre nach dessen Umkehr überhaupt nachvollziehbar.

Ein Mega-Trend im Sektor der Spirituosen ist der grundsätzlich rückläufige Konsum von Alkohol. Wurden im Jahr 1980 noch durchschnittlich 8 Liter Spirituosen im Jahr getrunken, ist der Durst bis 2014 auf 5,4 Liter herabgesunken.[1] Dies ist immerhin ein Rückgang um fast einem Drittel.

 
durchschnittlicher Konsum in Liter Fertigware pro Jahr
NO: Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Brandenburg | NW: Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen | NRW: Nordrhein-Westfalen | Mitte Ost: Thüringen, Sachsen | Mitte West: Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland | BaWü: Baden-Württemberg
 

Während sich das Ost-West-Gefälle nach der Wiedervereinigung innerhalb weniger Jahre angeglichen hat, besteht das Nord-Süd-Gefälle unverändert fort. Diese auf den ersten Blick erstaunliche Diskrepanz hat historisch bedingte Gründe. Der Süd-Westen ist stark mit dem Weinbau verbunden und der Süd-Osten wird von zahlreichen Brauereien geprägt. Bedingt durch den Seehandel waren im norddeutschen Raum die Umschlagsorte für Destillate aus Übersee (Rum, Whisky) und die zahlreichen Kornbrennereien befanden sich ebenfalls überwiegend in Norddeutschland. Das starke Nord-Süd-Gefälle belegt eindrucksvoll die Resistenz langfristiger Konsumgewohnheiten gegenüber kurzfristigen Trends.

Die durchschnittlichen Ausgaben für Alkoholika (Bier, Wein, Spirituosen) von 25 Euro je Monat und Haushalt sind zwischen 1993 und 2013 nahezu identisch geblieben.[2] Davon werden konstant etwa 7 Euro im Monat je Haushalt für Spirituosen ausgegeben. Die konstante Höhe der Ausgaben für Spirituosen im Zusammenhang mit dem rückläufigen Konsum ist zum Teil der Inflation geschuldet, weist aber auch daraufhin, dass beim Konsum von Spirituosen mehr auf Qualität geachtet wird und höherwertige Produkte tendenzieller verstärkt gekauft werden.

Ein dritter Mega-Trend der gesamten Branche ist die biologische Erzeugung von Lebensmitteln. Der Umsatzzuwachs von Bio-Lebensmitteln liegt seit mehr als einem Jahrzehnt kontinuierlich über dem konventioneller Lebensmittel. Biologisch erzeugte Spirituosen spielen im Vergleich zu den konventionell erzeugten Spirituosen noch eine untergeordnete Bedeutung. Selbst im Segment Bier und Wein ist das Verhältnis der biologisch zu den konventionell erzeugten Produkten besser als bei den Spirituosen.

Ein möglicherweise weiterer Mega-Trend könnte sich aus dem zunehmenden Interesse der Verbraucher an regional und lokal erzeugten Produkten ergeben. Verbraucher sind bereit für lokal erzeugte Produkte vom Wochenmarkt oder im Direktbezug vom Erzeuger wieder mehr Geld auszugeben. Im Bereich der alkoholischen Getränke haben hiervon bereits die Mikrobrauereien profitiert. Craft-Bier, ein Trend aus den USA, hat sich hierzulande in den letzten zwei Jahren zu einem wesentlichen Wachstumstreiber für den Bierkonsum entwickelt.

Wird also eine Spirituose mit reduziertem Alkoholgehalt aus einer norddeutschen Mirko-Destillerie mit Bio-Siegel ein Verkaufsschlager? So einfach ist es sicher nicht.

Wie wird eine Spirituose zum Trend?

Ein Trend ist eine Veränderung in den Konsumgewohnheiten. Aber woher kommt diese Veränderung? Die Ursachen sind ganz unterschiedlich. Die folgende Aufzählung stellt vier Möglichkeiten vor, wie eine Spirituose zum Trend werden kann.

Trend-Marekting

Nicht ganz ungewöhnlich sind Marketing-Kampagnen, die eine nachhaltige Wirkung auf die Verbrauchsgewohnheiten ausüben. Für Spirituosen kommen hier insbesondere Plakatwerbung und Anzeigen in den Print- und Onlinemedien in Frage. Als sehr effektvoll gilt auch Product-Placement in großen Block-Buster-Produktionen. Allerdings sind die Möglichkeiten aus Gründen der Gesundheitsvorsorge im Vergleich zu früheren Jahrzehnten immer weiter eingeschränkt worden, so dass man kaum noch rauchende und trinkende Filmstars auf der Leinwand zu sehen bekommt.

Trend-Szene

Ein weiterer wichtiger Multiplikator für Spirituosen ist die Barszene. Gemeint sind hier die experimentierfreudigen Bartender, die Entwicklungen aus anderen Ländern aufnehmen oder gar eigene Kreationen entwickeln. Die Cocktailkarten der deutschen Barszene in den größeren Städten machen Lust auf Neues und wecken bei den Gästen die Neugier. Kein Wunder, dass viele Spirituosenhersteller ihre Neuheiten gezielt in der Barszene lancieren, um sich vor einer bundesweiten Markteinführung Feedback und Unterstützung zu holen.

Markenbotschafter

Manche Konzerne finanzieren für besonders wichtige Wodka- oder Whisky-Marke einen Markenbotschafter. Diese Person, oft ein Schauspieler, Musiker oder Sportler von öffentlichem Interesse, soll gegenüber der Zielgruppe das Produkt mit einem positiven Image belegen. Dafür soll der Markenbotschafter authentisch für das Produkt stehen und als glaubwürdiger Konsument der Spirituose wirken. Der Markenbotschafter geht dabei noch einen Schritt weiter als der Schauspieler beim Product-Placement. Er muss nicht einen fiktiven Charakter, sondern sich selbst mit der Spirituose identifizieren.

Kulturelle Trends

Hierbei handelt es sich um eine Entwicklung, die auf den Austausch der Menschen unterschiedlicher Kulturen zurückgeht. Beispielhaft sind zahlreiche Neuerungen zu nennen, die die Amerikaner nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach Europa gebracht haben. Man denke nur an Jeans und Kaugummi. Ein Trend entsteht aber auch durch Migration und Tourismus. So wurden zahlreiche Gerichte der italienischen Küche zur Lieblingsmahlzeit vieler Deutscher. Als Urlauber wird jeder selbst zum Multiplikator, in dem er den zu Hause gebliebenen ein Mitbringsel überreicht. Nicht selten ist es ein Schnaps, der einem im Urlaub besonders gut gemundet hat.

Rückblick 2017 – die großen Trends der Spirituosen-Branche

Jeder gute Wahrsager fragt vor der Prophezeiung den Delinquenten aus. Die Delinquenten sind in unserem Fall die Geschäftsjahre 2016 und 2017. Beide liegen hinter uns. Wir drehen uns um und blicken zurück. Wir blicken vom noch nahen Dezember zurück bis in den Januar 2016, der doch schon zwei Jahre her ist. Die Jahre sind niedergestreckt wie ein Stück Wild und nun holen wir die Eingeweide raus. Absatz, Umsatz, Entwicklungen, Veränderungen, Jahreszeiten – alles liegt auf dem Tableau. Die Umsatz-Grafiken basieren auf Daten des Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V. (BSI) und beziehen sich stets auf die Jahre 2014 bis 2016, da bundesweite Daten für 2017 noch nicht vorliegen.

Likör-Trends 2017

Der Marktanteil von Likör liegt konstant bei 26,3%. Es handelt sich mit Abstand um die beliebteste Spirituose der Deutschen. Allerdings muss man die Kategorie auch als ausgesprochen heterogen bezeichnen. Eine zusammenfassende Betrachtung vom Eierlikör bis zum Kräuterlikör erscheint nicht zielführend.

Kräuterlikör

Mit bundesweit 435 Millionen Euro-Umsatz sind die Kräuter- und Halbbitterliköre das mit Abstand wichtigste Segment der Liköre. Der Markt gilt als gesättigt und wird von Jägermeister dominiert. Innovationstreiber waren in der Vergangenheit eher kleine Brennereien (z.B. Hirschkuss). 2017 hat Jägermeister mit dem Manifest endlich reagiert und versucht, eine Antwort auf den Trend nach höherwertigen Spirituosen zu finden.

 

Fruchtlikör

Mit rund 210 Millionen Euro Umsatz folgen die Fruchtliköre, welche sich in zahllose Varianten aufgliedern und meist einen Alkoholgehalt zwischen 15% und 25% vol. aufweisen. Klassiker sind Apfel, Maracuja, Kirsche, Johannisbeere, Birne, Melone und Orange. Innovativ waren außergewöhnliche Früchte wie Holunder und Cranberrry oder ungewöhnliche Kombinationen wie Ingwer-Limette und Kirsche-Chili.

 

Haselnusslikör

Einen kräftigen Zuwachs haben die Liköre auf Basis von Haselnuss hingelegt. Der Geschmack der Haselnuss ist massenkompatibel und kommt überall gleichermaßen an. Zu den Platzhirschen Frangelico und Walcher drängen auch andere bekannte Marken wie Dos Mas mit dem Nasty Nuts und kleine Brennereien wie Schlitzer in den Markt.

Eierlikör

Beim Eierlikör scheiden sich die Geister. Kaum eine Spirituose sorgt für so unterschiedliche Reaktionen bei den Geschlechtern und nur wenige hätten dem Eierlikör die Innovationskraft zugetraut, die das Getränk in den letzten Jahren an den Tag gelegt hat. Der Umsatz von 81 Millionen Euro und der satte Zuwachs von 8% sind Zahlen, die für sich sprechen. Im Trend liegt hier insbesondere der Bombardino – ein Eierlikör mit Rum oder Marsala, der auf den Skihütten Tirols schon vor einigen Jahren den großen Durchbruch feierte. Dieses kulturelle Trendgetränk wurde durch den Tourismus inzwischen bis in die norddeutsche Tiefebene gespült. Bemerkenswert sind aber auch kleine Manufakturen (Lotta), die den Eierlikör in neuen Kombinationen auf den Markt bringen.

 

Pfefferminzlikör

Ganz außergewöhnlich im Trend liegt der Pfefferminzlikör. Mit einer Zuwachsrate von 18% und einem Umsatz von knapp 31 Millionen Euro hat dieser Likör einen regelrechten Höhenflug hingelegt. Bemerkenswert ist, dass in Ostdeutschland trotz der geringeren Bevölkerungszahl 24 Millionen Euro Umsatz gemacht worden sind. Der Pfeffi ist auch 25 Jahre nach der Wiedervereinigung ein Ostdeutsches Kultgetränk . Trotzdem übertrifft die Zuwachsrate von 47% in Westdeutschland den Zuwachs von 12% in Ostdeutschland deutlich. Hier hat der Westen offenbar noch Nachholbedarf.

 

Lakritz-Likör

Die Meinungen zum Lakritzlikör gehen weit auseinander. Fakt ist, dass die Getränke mit dem Geschmack von Süßholz stark polarisieren. Das ist eigentlich eine gute Voraussetzung, denn so ist man zumindest im übertragenen Sinne in aller Munde. Neben Dirty Harry und Kleiner Feigling mischen in diesem Likör-Segment erstaunlich wenig deutsche Hersteller mit. Besondere Bedeutung haben finnische, dänische und holländische Hersteller.

Amaretto

Den Likör mit dem Geschmack von Bittermandeln darf man wohl als den heimlichen Trend-Likör 2017 bezeichnen. Mit einem Zuwachs von gut 14% und einem Umsatz von knapp 27 Millionen Euro ist Amaretto fast genauso wichtig wie Pefferminzlikör, das Verhältnis zwischen West- und Ostdeutschland aber konträr dazu. Amaretto ist vielseitig einsetzbar und wie Eierlikör ein klassisches Wintergetränk. Im Gegensatz zum Eierlikör ist aber keine besondere Innovation erkennbar, die das Umsatzwachstum erklären würde.

 

Einhorn-Likör

Als Kuriosität kamen im Jahr 2017 einige Liköre auf den Markt, die mehr oder weniger an den Einhorn-Trend anknüpfen. Eine nicht alltägliche Variante, wie ein gesellschaftlicher Trend in den Spirituosen-Sektor übernommen wird. Wir gehen davon aus, dass der Einhorn-Likör eher eine Eintagsfliege sein wird.

Whisky-Trends 2017

Am Spirituosen-Markt hat Whisky einen soliden und stabilen Anteil von etwa 10%. Besonders dominant sind schottische und amerikanische Destillerien und das nicht nur in Deutschland. In Sachen Innovationskraft haben sich aber auch andere Länder hervorgetan. Deshalb lohnt sich auch beim Whisky ein Blick auf die einzelnen Segmente.

 

Scotch Whisky

Die Nachfrage nach Scotch ist konstant hoch, das Interesse in China wächst beständig. Unter dem Eindruck knapper Lagerbestände, steigender Preise und der Unsicherheit durch den bevorstehenden Brexit blüht bei einigen Herstellern die Phantasie auf. Dabei kommen neue Abfüllungen, teils ohne Altersangaben, dafür mit umso abenteuerlicheren Geschichten auf den Markt (z.B. Chivas Regal Ultis). Der Gesamtumsatz des Scotch Whisky ist auf 140 Millionen Euro gestiegen, das Wachstum gegenüber dem Vorjahr lag bei soliden 3%.

Bourbon und American Whiskey

Zusammen bringen es die beiden Amerikaner auf einen Umsatz von 191 Millionen Euro. Der Zuwachs von knapp 5% ist solide, geht aber allein auf den American Whisky zurück. Den Löwenanteil des American Whisky stammt von Jack Daniel’s. Bis auf die Master Distiller Serie hat der Hersteller eigentlich keine Neuheiten auf den Markt gebracht. Beim Bourbon gibt es bis auf den Relaunch einiger Produkte nicht viel zu vermelden.

Irish Whiskey

Obwohl Irland auch als Wiege des Whisky gilt, sind deren Produkte in Deutschland erstaunlich schlecht platziert. Die irische Whiskyindustrieb darbte lange Jahre vor sich hin, eine Brennerei nach der anderen wurde geschlossen. Dieser Trend wurde seit etwa 10 Jahren umgekehrt. Mit West Cork, The Dublin Liberties und Roe & Co. haben sich neue Marken etabliert. Und das Sortiment von Jameson Whiskey ist erstaunlich gewachsen. Das wird mit einem soliden Umsatzwachstum von etwa 6% belohnt.

Indien Whisky, Japan Whisky, Taiwan Whisky

Die drei Länder sind zwar inzwischen schon gut ein Jahrhundert Whiskyproduzenten, ihre Produkte gelten aber als Exoten. Die 0,5 Liter Flasche japanischer Whisky ist kaum unter 50 Euro zu bekommen, die Qualität allerdings durchaus respektabel. Aus Taiwan stammen Kavalan und Omar, zwei ebenfalls bemerkenswerte Marken, aber ohne jedes Standing in Deutschland. Der indische Whisky gilt als ausgereift und solide. Amrut und Paul John haben als Marken auch eine gewisse Bekanntheit erreicht. Große Leidenschaft unter den Whiskykennern konnten die Marken aber nicht entfachen.

Deutscher Whisky

Vor zwanzig Jahren existierte praktisch kein deutscher Whisky. Inzwischen hat sich eine große Vielfalt etabliert. Kleine Brennereien von der Ostsee bis in den Schwarzwald stellen mit viel Liebe und Akribie hochwertigen Whisky her. Zielgruppe sind fast ausschließlich Konsumenten aus Deutschland. Einige Hersteller legen auch großen Wert auf den lokalen Direktvertrieb ihrer Produkte. Als Pionier und Vorreiter der deutschen Whisky-Szene sind Glen Els, Slyrs und Finch auf jeden Fall erwähnenswert.

Rum-Trends 2017

Etwa 11,3% der 2017 verkauften Spirituosen waren Rum. Der Gesamtumsatz von Rum stieg um 4% auf fast 265 Millionen Euro. Während die großen Marken-Hersteller kaum nennenswerte Neuheiten auf den Markt brachten, überraschte der Hamburger Importeur Borco mit dem inzwischen gut eingeführten kubanischen Ron Vacilon . Revolte, Passarinho und Bonpland sind drei deutsche Vertreter, die sich an das Thema herangewagt haben.

 

Gin-Trends 2017

Gin ist bereits seit Jahren ein Thema und in den sozialen Medien und der Presse bekommt man bisweilen den Eindruck, die Deutschen würden nur noch Gin Tonic trinken. Mit einem doch bescheidenen Anteil von gerade einmal 1,4% am gesamten deutschen Spirituosenmarkt relativiert sich dieser Hype ganz gehörig. Der Umsatzzuwachs von satten 28% auf 87 Millionen Euro ist allerdings eine Hausnummer. Gin ist damit das am stärksten wachsende Spirituosensegment, was sich auch im Jahr 2017 bestätigt hat.[3] Vor dem Hintergrund darf man zweifellos von einem weiteren, wenngleich auch etwas langsameren Wachstum ausgehen und es ist trotz aller Unkenrufe vielleicht doch noch zu früh, um den nächsten Trend nach dem Gin auszurufen. Neben den ungezählten neuen Gin-Marken ist der Trend zum sogenannten Pink Gin die wahrscheinlich auffälligste Entwicklung des Gin-Jahres 2017.

 

Wodka-Trends 2017

Der Wodka hat seinen Marktanteil auf 19,6% und den Umsatz auf 514 Millionen Euro ausgebaut. In absoluten Zahlen ist der Wodka-Umsatz um 31 Millionen Euro gestiegen, der von Gin um 19 Millionen Euro. Wodka gilt nicht als Trendgetränk. Die hierzulande bekannteste Marke ist der Absolut aus Schweden, der auch 2017 in schöner Regelmäßigkeit ein neues Flaschendesign auf den Markt brachte, welche von treuen Anhänger der Marke minutiös gesammelt werden. Überraschend positiv wurde die Einführung des ukrainischen Wodkas Lvivska aufgenommen.

 

Korn-Trends 2017

Korn ist eine Getreidespirituose, welche praktisch nur in Deutschland produziert wird. Mit einem Umsatz von 188 Millionen Euro und einem Marktanteil von knapp 15% ist Korn nachdem Wodka die wichtigste klare Spirituose in Deutschland. Dominiert wird der Markt von zahlreichen klassischen Markenherstellern: Berentzen, Nordhäuser, Fürst Bismarck, Oldesloer, Heydt. Es gibt aber auch viele Fachhandelsmarken, die in der Gastronomie durchaus eine wichtige Rolle spielen. In den Markt drängen aber auch junge Unternehmen mit einer völligen Neu-Interpretation von Korn: Vollkorn, Storch, Westkorn, Burgen, Berliner Brandstifter.

 

Das Spirituosen-Jahr 2017 – unsere Zusammenfassung 

Tequila und Mezcal waren Anfang 2017 die Stichworte – viele haben erwartet, dass der bereits langjährige Trend aus den USA nach Europa überschwappen würde. Das Bewusstsein für gute Spirituosen aus Mexiko ist unter Kennern durchaus gestiegen – ein Trend hat sich daraus aber nicht entwickelt und die meisten Deutschen kennen nur Sierra mit dem Mexikaner-Hut. 

Den größten Schub an Innovationen brachte auch im Jahr 2017 der Gin mit sich. Diesmal war es aber nicht mehr die Vielzahl neuer Marken, sondern das Bemühen der etablierten Marken um mehr Diversifikation. Neben dem deutschen Platzhirsch Monkey Gin wurde mit den Marken Siegfried, Ferdinands, Gin Sul, The Duke und Windspiel eine zweite Garnitur an Gin-Marken aufgebaut, die dem deutschen Gin auch international zu mehr Bekanntheit verhelfen könnten.

Häufig trieb im Jahr 2017 die Frage nach dem nächsten Trend durch Fachblätter und Magazine. Meist wurden dann Korn und deutscher Rum genannt. Korn ist ohnehin ein deutsches Phänomen und auch Rum hatte in den norddeutschen Handelshäusern von Lübeck und Flensburg bereits eine Phase, in der das Getränk ausgesprochen im Trend lag. Das Jahr 2017 war jedenfalls noch keine Trendwende zugunsten von Korn und Rum.

Ausblick 2018 – welche Spirituosen werden im Trend liegen? 

Nachdem wir das Spirituosenjahr 2017 noch einmal gründlich durchgefiltert haben, bleibt im Sieb nur noch der Kaffeesatz übrig, aus dem wir nun den Ausblick für das Jahr 2018 lesen werden.

Likör-Trends 2018

Auch im Jahr 2018 macht es gar keinen Sinn, die Liköre in Bezug auf die erwartete Entwicklung über einen Kamm zu scheren. Daher der Reihe nach.

Kräuterlikör

Jägermeister hat mit dem Manifest 2017 einen Erfolg gelandet. Wir gehen davon aus, dass das Wolfenbütteler Unternehmen 2018 einen ähnlichen Coup drehen möchte. Auch die Marken Kuemmerling und Underberg werden überlegen müssen, wie sie verloren gegangene Marktanteile zurück gewinnen wollen. Die eigentlichen Trends kommen aber von kleinen Marken. Erwähnenswert ist hier die Berliner Marke Wurzelpeter, deren Absatz im Jahr 2018 kräftig steigen wird. Das Potential trauen wir auch anderen innovativen Kräuterlikören mit einer starken lokalen Verankerung z.B. in München, Hamburg oder Köln zu. Wichtig ist ein prägnantes auftreten und ein Preis von unter 15 Euro je Flasche.

Fruchtlikör

Hier wird sich der Trend zu ungewöhnlichen Geschmackskombinationen fortsetzen. Der Phantasie sind fast keine Grenzen gesetzt. Wichtiger noch als der Inhalt der Flaschen sind die äußeren Gegebenheiten, wie Design, Flaschenform, Etikett und natürlich der Preis. Produkte wie Hafennutte, Scharfe Granate  und Geile Muschi  haben gezeigt, wie es geht.

Haselnusslikör

Beim Haselnusslikör erwarten wir für 2018 keine Veränderungen zum Vorjahr. Neue Produkte werden sich gegen die sehr gut etablierten Marken nur schwierig im Markt platzieren lassen.

Eierlikör

Eierlikör mit Rum wurde zum Bombardino – doch Eierlikör passt auch sehr gut zu Obstler. Hier gibt es durchaus Potential für neue Spirituosen z.B. Eierlikör mit Kirschwasser, den man mit einer Cocktail-Kirsche im Glas serviert. Möglichkeiten gibt es genug, es fehlen nur ein guter Name und ausgefallene Trinkrituale. Der Bombardino wird aber wohl auch 2018 der maßgebliche Trend-Eierlikör sein.

Pfefferminzlikör

Der Innovationsträger im Jahr 2017 war die Marke Berliner Luft. Die Geschwindigkeit, mit der neue Varianten auf den Markt geworfen wurden, musste einen schon fast schwindelig werden lassen. Im Jahr 2018 sind die anderen deutschen Marken unter Zugzwang. Und das enorme Wachstum im Westen der Republik zeigt, dass es noch Nachholbedarf gibt. Hier öffnet sich für neue westdeutsche Pfefferminz-Schnäpse ein Zeitfenster, welches in 2018 unbedingt genutzt werden sollte.

Lakritz-Likör

Der Likör mit dem Lakritzgeschmack ist doch eigentlich eine tolle Sache. Es gibt unendlich viele gängige Namen und wenn der Likör kräftig schmeckt, bleibt er umso länger im Gedächtnis. Kettenfett hat es schon vor ein paar Jahren geschafft, einen vielversprechenden deutschen Lakritzlikör auf den Markt zu verwerfen. Guter Name – geile Flasche – kräftiger Geschmack. Doch warum kostet die Konkurrenz aus Finnland nur die Hälfte? Es gibt also durchaus Chancen für weitere deutsche Lakritz-Liköre – einen großen Trend wird man des Geschmacks wegen aber nur schwerlich lostreten können.

Amaretto

Der Amaretto ist ein gänzlich unbestelltes aber ausgesprochen fruchtbares Feld. Jeder kennt und jeder liebt den Marzipan-Geschmack von Amaretto. Das Image und der Name sind irgendwie 70er Jahre, ziemlich verstaubt aber noch gut bekannt. Jeder weiß, dass man Amaretto mit Apfelsaft mischen kann. Aber was kann man noch alles mit Amaretto machen? Da Amaretto nicht mal eine geographisch geschützte Angabe ist, kann man den Likör problemlos in Deutschland produzieren.

Vegane Getränke

Für Februar 2018 wurde die Markteinführung des Baileys Alemand angekündigt. Wenngleich das Getränk weder ein Likör noch im eigentlichen Sinne vegan ist, hat es doch hohe Wellen geschlagen. Die Nachfrage an einer veganen Ernährung ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Einige Hersteller etikettieren bereits explizit mit dem Hinweis „vegan“, doch allgemein herrscht im Bereich der Spirituosen noch viel Unsicherheit. Auch wenn es auf den ersten Blick unmöglich erscheint, dass ein Whisky oder Korn nicht vegan sein sollte, gibt es doch Prozesse in der Filtration des Destillates oder des Wassers zur Herabsetzung des Alkoholgehaltes, bei der möglicherweise Filter mit tierischen Substanzen zum Einsatz kommen. Dem höheren Informationsbedürfnis der Konsumenten müssen die Spirituosenhersteller unbedingt nachkommen, gleichgültig ob die Spirituose nun vegan oder nicht ist.

Whisky-Trends 2018

Whisky wird in 2018 vermutlich keinen wesentlichen Schwankungen unterliegen. Aus Schottland werden zunächst keine besonderen Innovationen erwartet, da man alle Hände mit der Vorbereitung auf den Brexit zu tun haben wird. Aus den USA werden uns ebenfalls keine trendigen Überraschungen erwarten. Zu erwarten ist, dass das Angebot an irischem Whiskey auch 2018 wachsen wird. Der Irish Whiskey ist eindeutig der trendigste Vertreter im Bereich Whisky und spricht mit seinem milden Charakter auch Konsumenten an, die bisher keine Berührung mit dem Getränk hatten. Die anderen Whisky-Länder Japan, Taiwan, Deutschland und Indien werden auch 2018 Exoten bleiben, die der eine mehr und der andere weniger liebt.

Rum-Trends 2018

Auch 2018 wird der deutsche Rum kein großes Comeback feiern. Dafür ist das Angebot noch zu überschaubar und die Vielfalt an karibischem Spitzenrum einfach viel zu groß. Wir sind gespannt, ob sich 2018 weitere Brennereien an die Herstellung von deutschem Rum wagen werden. Einen Trend ähnlich dem Gin kann man aber selbst dann noch nicht ableiten. Die großen Marken Havana und Bacardi werden 2018 vor allem ihr Image aufbessern. Für den Botucal Rum wird mittelfristig auch die politische Entwicklung in Venezuela eine Rolle spielen. Nennenswerte Innovationen erwarten wir von Plantation, die bereits 2017 für einige Furore gesorgt haben.

Gin-Trends 2018

Gin Trends

 

Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gin_bottles_2007_(retouched).jpg

Gin profitiert von einem außerordentlich großen Interesse in einer der wichtigsten Zielgruppe. Gin gilt als modern, urban und zeitgemäß. Das Image und die Botschaft werden von wichtigen Multiplikatoren mitgetragen und das Interesse wird auch im Jahr 2018 nicht plötzlich abreißen. Die Zuwachsrate dürfte aber langsam gesättigt sein, erste Gin-Marken werden wieder vom Markt verschwinden. Die etablierten Marken werden ihr Portfolio um neue Varianten erweitern und es gibt auch 2018 noch die Chance, sich mit einer neuen Marke zu platzieren. Neu Gin-Marken müssen durch Authentizität und Qualität überzeugen.

Wodka-Trends 2018

Beim Wodka sehen wir für 2018 keine Entwicklung zu einem neuen Trend-Getränk. Wodka verzeichnet konstante Zuwächse und hat eine außerordentliche große Kundschaft. Allerdings hat man nicht den Eindruck, als wären Innovationen oder Veränderungen besonders gewünscht. Die Bandbreite vom einfachen No-Name Vodka bis zum High-End Produkt wird vom Markt abgedeckt. Etwas mehr Bewegung gibt es im Bereich des sogenannten Flavoured Vodka, ein aromatisierter Wodka. Hier werden wohl auch 2018 neue Varianten auf den Markt kommen. Interessant ist lediglich, dass immer wieder Gin-Newcomer als zweite Produktschiene auf einen Wodka setzen. Grundsätzlich sehr konsequent, denn faktisch ist die Alkoholbasis von Gin und Wodka identisch und der Wodka-Markt um ein vielfaches größer. Allerdings sollte man diesen Weg als Gin-Hersteller mit großer Vorsicht gehen, denn allzu schnell kann das Image des Gins schaden nehmen.

Korn-Trends 2018

Korn gehört mit zu den drei umsatzstärksten Spirituosenkategorien. Als einzige von diesen drei Kategorien hat der Korn in den letzten Jahren stark Federn gelassen. Korn wird auf dem Dorf und in der Eckkneipe getrunken und das ist auch nicht verkehrt. Aber dies sind nicht die Konsumenten, die aus dem Getränk einen Hype machen werden. Und schließlich fehlt dem Korn ein Partner, wie ihn der Gin im Tonic gefunden hat. Davon auszugehen, dass ein so hochprozentiges Getränk pur zum Trend werden könnte, entspricht nun wirklich nicht mehr dem Zeitgeist. Da Korn im Wesentlichen nur in den Niederlanden, Belgien und Deutschland bekannt ist, brauchen wir auch nicht auf kulturelle Trends von außen zu warten. Was aus dem Korn wird, haben wir selbst in der Hand.

Das Spirituosen Jahr 2018 – Unsere Erwartungen

Gin wird auch 2018 das Trendgetränk bleiben – aber immer weniger glauben daran, dass es noch lange so weitergeht. Was danach kommen wird, weiß noch keiner. Manche glauben Tequila, manche glauben Rum andere denken an Korn. Jeder potentielle Nachfolger hat Schwächen, die der Gin durch seine große Vielfalt an Botanicals und durch das Tonic-Water lange überwunden hat. Das nächste große Ding nach dem Gin steht jedenfalls noch nicht fest und so ist jeder, der es glaubt gefunden zu haben, dazu eingeladen es auszuprobieren.

Was sagen andere?

Die Frankfurter Rundschau titelt am 15.09.2017

Korn - Das nächste große Ding nach Gin? [4]


Candy Sierks schreibt am 05.12.2017 auf kommunikationpur.com über ein Interview, in dem der Bartender Sven Goller äußert: „Ich würde mich freuen, wenn Agavenspirituosen wie Tequila und Mezcal etwas mehr in den Fokus rücken würden.“ [5]


Der Standard aus Österreich schreibt am 31.12.2017, dass er für 2018 das größte Potential in Vodka und Korn sieht. „Nach dem Gin-Hype wagen sich heimische Brenner auch an neue Wodka-Kreationen heran oder erwecken in Verruf geratene Spirituosen, wie Korn, zu neuem Leben.“ [6]


Das Onlinemagazin Omoxx denkt, dass es beim Gin Verkauf ein Einbrechen geben wird. Wieder mehr in den Fokus wird wohl Rum kommen. Außerdem wird auch nochmal mehr auf Tequila und Mezcal geachtet und ein Trend vorhergesehen. [7]

Was sagen Sie?

Jetzt haben Sie sich umfassend über die Meinung anderer zum Spirituosenjahr 2018 informiert. Wie sehen Sie die Lage? Welche Erwartungen haben Sie und welche Drinks werden Sie bevorzugen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.


[1] Quelle: Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e. V. (BSI) http://www.spirituosen-verband.de/fileadmin/introduction/images/Daten_Fakten/Juli15_Entwicklung_des_Pro-Kopf-Verbrauchs_von_Spirituosen_2014_in_Deutschland_und_in_der_EU.pdf, Seite 4

 
 
 
 
 
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